WESTERSTEDE Landkreis Ammerland
25 Jahre Sorgen- und Krisentelefon
wk – Das Sorgen- und Krisentelefon des Landkreises Ammerland feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen. Das telefonische Hilfsangebot besteht seit dem 5. März 2001 und ist täglich unter der Telefonnummer 0800 2622226 anonym, kostenfrei und vertraulich erreichbar. Es richtet sich an Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Ammerland, die Unterstützung bei Sorgen, Ängsten und persönlichen Krisen suchen. Das Jubiläum wird im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt.
„Das Ziel war, Betroffenen von Gewalt schnell und unkompliziert erste Hilfe anzubieten – niedrigschwellig und ohne Hürden“, erläutert Alena Schulz, Präventionsfachkraft beim Landkreis Ammerland die Anfänge des Hilfetelefons. „Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass auch andere Themen eine Rolle spielen. Deshalb wurde das Angebot weiterentwickelt – die Grundprinzipien sind geblieben.“ Neben erlebter Gewalt wurden zunehmend Themen wie Alkoholerkrankung, geschlechtliche Identität, Depression, Angst und Einsamkeit Bestandteil der Gespräche. 2003 erfolgte die Umbenennung vom „Telefon gegen Gewalt“ in „Sorgen- und Krisentelefon Ammerland“. Derzeit engagieren sich 24 Mitarbeitende im Sorgen- und Krisentelefon, einige von ihnen seit Beginn des Projektes. „Ich gratuliere dem Team zum 25jährigen Bestehen und freue mich sehr über das langjährige Engagement der Mitarbeitenden für das Sorgen- und Krisentelefon. Insbesondere die Bereitschaft, sich kontinuierlich mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen und sich fortzubilden, verdient Anerkennung und Wertschätzung. Dafür möchte ich meinen Dank aussprechen“, erklärt Landrätin Karin Harms.
Zu den Grundprinzipien des Angebotes zählt bis heute, ein kurzfristig erreichbares Gesprächsangebot vorzuhalten. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden werden regelmäßig durch die Beratungsstelle des Landkreises in klientenzentrierter Gesprächsführung ausgebildet und im aktiven Zuhören geschult. Die Telefonate werden im Zwei-Schicht-Betrieb aus dem häuslichen Umfeld geführt. Regelmäßige Supervisionen, eine jährliche Klausurtagung sowie Fortbildungen dienen der fachlichen Begleitung und Qualitätssicherung.
Weitere Informationen sowie Hinweise zu Mitwirkungsmöglichkeiten sind unter www.ammerland.de/krisentelefon abrufbar oder telefonisch über die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern erhältlich.



