Wardenburg Kaninchenzüchter feiern besonderes Jubiläum

50 Jahre Aktionen in der Jugendgruppe

Vor 50 Jahren, am 2. März 1971 gründeten die Wardenburger Kaninchenzüchter eine Jugendgruppe. Es waren 12 Mädchen und Jungen, die an der Gründungsversammlung teil nahmen. Jugendleiter wurde Werner Reckemeyer, der kürzlich im Alter von 90 Jahren, verstorben ist. Er war sehr engagiert, veranstaltete die Jugendgruppentreffen mit Schulungen zur Kaninchenzucht, organisierte Freizeitangebote und sorgte dafür, dass auch die Kinder und Jugendlichen schon recht bald tolle Zuchterfolge vorweisen konnten. Wie bei den Senioren des Kaninchenzüchtervereins unter dem Vorsitzenden Friedrich von Essen stetig die Mitgliederzahl zunahm, so wuchs auch die Jugendgruppe zusehends. Die tollen Freizeitangebote sprachen sich schnell herum und aus ehemaligen Kaninchenhaltern wurden rasch auch Kaninchenzüchter. Die vielseitigen Mitgliederaktivitäten sowie die Öffentlichkeitsarbeit und ein guter Bezug zu der Wardenburger Geschäftswelt, dem Gemeinderat und der Verwaltung, der Jugendpflege sowie dem Landkreis Oldenburg waren und sind ein ganz wichtiger Bestandteil für die positive Vereinsentwicklung.  

1972 wurde Walter Borchers Jugendgruppenleiter und baute mit seinem Team die Jugendgruppe durch weitere interessante Angebote kontinuierlich bis heute aus - er ist bis heute Ansprechpartner für das Zuchtgeschehen der Jugend.

Über die Jahre entwickelte sich die Wardenburger Jugendgruppe zu der Mitgliederstärksten Jugendgruppe im Landesverband Weser-Ems. Bei der Gründung 1971 waren es 12 Kinder und Jugendliche, 1976 bereits 29, sodass ein zweiter Jugendleiter mit Wilhelm Johannes dazu kam. 1984 waren es 37 Mitglieder. Norbert Ritzkowski wurde 2. Jugendwart und Petra Rakowski (Petra Ströde) verstärkte das Betreuerteam. 1988 wurde Enno Kayser Jugendleiter. Es folgten in den Folgejahren als Jugendleiter Klaus Martens, Hergen Moormann, Peter Klys, Ralf Walsemann, Mareike Wilken (Erlach) und Ursula Schäfer.  
Das Vereinsheim in Hohensand, das aus dem Umbau einer ehemaligen Obdachlosenunterkunft entstand, war schon recht bald der Dreh- und Angelpunkt der Vereins- und Jugendarbeit. Regelmäßige Treffen fanden statt und in jedem Sommer wurde dort ein großes Zeltlager, an dem bis zu 57 Personen teilnahmen, veranstaltet.

Verschiedene Aktionen wie Zeltlager oder Schlauchbootouren sowie auch Ferienpassaktionen mit den Kindern aus Tschernobyl, Nistkastenbauaktionen in der IGS Am Everkamp, Karnevalsveranstaltungen und auch Ausflüge mit dem Fahrrad, Festumzuge, Stallbesichtigungen, Weihnachtsfeiern, Kohlfahren oder Bowlingnachmittage sorgten in den Jahren für viel Abwechslung. All diese Aktionen bleiben bei den Teilnehmern unvergessen und sollen nach der Pandemie auch zukünftig ihre Fortsetzung finden.

Neben den Freizeiten und anderen Aktivitäten wurden natürlich auch Kaninchen gezüchtet. Die Jugendgruppe errang auf Vereins-, Kreis-, Landes-, Bundes- und Europaschauen schon sehr viele Meisterschaften. 1983 wurde erstmals die Kreisvereinsmeisterschaft gewonnen und dieses tolle Ergebnis wird bis heute fast Jahr für Jahr erreicht.  

Seit 2009 gibt es für diejenigen Kinder, die keine Kaninchenzucht betreiben können, das Angebot, in der Kaninhop-Gruppe auch mit Einzeltieren aktiv zu sein. Dieses Hobby ist inzwischen weit verbreitet und sehr beliebt. Der liebevolle Umgang mit den Kaninchen ist dabei von ganz besonderer Bedeutung. Vanessa Witt kümmert sich aktuell als Ansprechpartnerin und Trainerin um die Kaninhop-Gruppe, die eine tolle und sehr wertvolle Bereicherung in der Jugendgruppenarbeit ist. Unterstützung bekommt sie von ihrer Mutter Tanja sowie einigen Vereinsmitgliedern und Eltern der Kinder. Weitere Informationen sind auf der Webseite unter https://i101.de/aktuelles-1.html zu finden.
Walter Borchers